Konzeption

 

Hier finden Sie Ausschnitte aus meiner Konzeption. Das ausführliche Konzept halte ich bei einem persönlichen Kennenlernen bereit.

Mein Konzept befindet sich im ständigen Wandel. Mit jedem neuen Kind und jeder neuen Herausforderung entwickelt es sich weiter. Pädagogik und Erziehung sind kein feststehender Text und kein striktes Schema. Änderungen werden selbstverständlich vorab mit Ihnen besprochen oder in Zusammenarbeit entwickelt. 

Zu meiner Person

Mein Name ist Maria Braun. Ich bin am 6. Februar 1982 geboren, in einer großen Familie aufgewachsen und seit Oktober 2003 glücklich mit meinem Mann verheiratet. Gott hat uns sieben gemeinsame Kinder geschenkt, für die wir sehr dankbar sind.  Es sind vier Jungs, die 2004, 2007, 2008 und 2010, sowie drei Mädchen, die 2012, 2014 und 2015 geboren.

Bis März 2025 war ich in meiner Familie tätig, habe meine Kinder großgezogen und den Haushalt geführt. Im November 2024 habe ich mich entschieden, meine darin erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten auch anderen Kindern zugute kommen zu lassen. Es fiel die Entscheidung, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Im März 2025 startete ich deshalb den Qualifizierungskurs zur Tagespflegeperson.

Rahmenbedingungen 

Ab Oktober 2025 arbeite ich als Kindertagespflegeperson mit einer Pflegeerlaubnis nach § 43 SGB VIII für die Betreuung von bis zu fünf Kindern. Die Pflegeerlaubnis muss alle fünf Jahre erneuert werden. Das heißt, ich bin immer wieder auf dem neuesten Stand, das pädagogische und juristische Wissen betreffend. Ich habe die Erlaubnis fünf Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren zu betreuen. Andere Altersgruppen sind mit Sondergenehmigung ebenfalls möglich.

Meine regelmäßigen Betreuungszeiten erstrecken sich von Montag bis Freitag von 07:00 bis 15:00 Uhr. Sie wählen Ihre individuelle Betreuungszeit innerhalb dieses Rahmens aus.

Mein Urlaub beträgt 30 Tage im Jahr. Die Urlaubsplanung wird im Dezember für das kommende Jahr bekannt gegeben. 
 

Förderauftrag

Ich halte mich an den in § 22 SGB VIII festgelegten Förderauftrag.

Laut Förderauftrag liegt die Verantwortung bei mir als Kindertagespflegeperson, Ihr Kind zu erziehen, zu bilden und es zu betreuen. Es bezieht sich auf die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung ihres Kindes. Die Förderung beinhaltet auch die Vermittlung von Werten und Regeln. Dies richtet sich nach dem Alter, dem Entwicklungsstand, den sprachlichen Fähigkeiten sowie den Interessen und Bedürfnissen jedes einzelnen Kindes und berücksichtigt auch dessen Herkunft. 

Mein Bild vom Kind

Jedes Kind ist von Geburt an, ein einzigartiger und vollwertiger Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten, Begabungen und Wahrnehmungen. Es strebt danach, die Welt mit allen Sinnen zu erkunden, seine Umgebung zu begreifen, zu fühlen, zu tasten und zu verstehen. Es möchte von Anfang an aktiv am Geschehen teilhaben und es mitgestalten. Dies zu erkennen, zu ermöglichen und zu fördern betrachte ich als meine wichtigsten Aufgaben.

Ich möchte Ihrem Kind liebevoll, mit Würde, Empathie und auf Augenhöhe begegnen, um eine vertrauensvolle Beziehung zu ihm aufzubauen. Ich will Ihr Kind nicht verändern, sondern ich will es so akzeptieren, wie es ist. Ich will seine Ideen wertschätzen und es dabei unterstützen, sich optimal zu entfalten und sein Selbstwertgefühl zu stärken. Ich biete Ihrem Kind eine Umgebung, in der es sich geborgen fühlt, in der man sich aufeinander verlassen kann. Emotionale Stabilität ermöglicht Ihrem Kind seine Neugier und seinen Erkundungsdrang weiter frei zu entfalten. Ich gebe Ihrem Kind die Sicherheit und Geborgenheit, die es braucht. Ich biete ihm eine stabile und liebevolle Beziehung, die auf Vertrauen, Respekt und gegenseitiger Wertschätzung basiert.

Damit sich Ihr Kind entfalten kann, ist es wichtig, ihm gewisse Freiheiten zu gewähren. “So viel Freiheit wie möglich und so viel Vorsicht wie nötig." Dazu schlüpfe ich in die Rolle der Möglichkeitsmacherin. Ich schaffe Möglichkeiten und gebe Ihrem Kind Raum, um auf partizipative und fantasievolle Weise seinen Bedürfnissen nachzugehen, sich zu entdecken und sich zu entwickeln. Dabei lege ich großen Wert auf viel Bewegung, sei es auf dem Spielplatz, in der Natur, im Wald oder im Garten. Genauso wichtig ist mir eine gesunde Ernährung. Ihr Kind bekommt bei mir täglich ein frisch gekochtes Mittagessen, das zum Großteil aus gesundem Gemüse zubereitet wird. Vieles davon kommt aus meinem eigenen Garten. Ebenso steht immer ein Naschteller mit frischem Obst oder Gemüse bereit, an dem sich Ihr Kind nach Bedarf selbst bedienen kann. Meine häuslichen Räumlichkeiten sind mit verschiedenen Spielmöglichkeiten ausgestattet, die es Ihrem Kind ermöglichen, eigene Erfahrungen mit allen Sinnen zu sammeln. 

Mein pädagogisches Konzept

Jedes Kind bringt von Anfang an einzigartige Fähigkeiten und Begabungen mit sich. Mein Ziel ist es:

- Ihr Kind dabei zu unterstützen, sich gemäß seinen individuellen

   Entwicklungsmöglichkeiten optimal zu entfalten- unabhängig von Herkunft, Glauben, Weltanschauung oder Geschlecht, 

- sein Leben selbstständig zu gestalten und zu bewältigen,

- die Welt und sich selbst mit allen Sinnen wahrzunehmen,

- sich selbst, seine Interessen und Fähigkeiten zu entdecken,

- seine Neugierde und seinen Wissensdrang auszuleben,

- sein Selbstbewusstsein und sein Selbstwertgefühl zu entwickeln,

- gesunde Bindungen und Vertrauen aufzubauen,

- Verantwortung für sich und andere zu übernehmen,

- eigene Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen, auszudrücken und die anderer 

    wahrzunehmen,

- Toleranz und Akzeptanz gegenüber anderen zu erleben und zu erlernen,

- sich Wissen und Fertigkeiten in vielen, möglichst allen Entwicklungsbereichen anzueignen.

Mein Alleinstellungsmerkmal

Ich bin begeisterte Hobbygärtnerin. Jedes Mal staune ich darüber, wie aus einem kleinen Samen eine wunderschöne Pflanze entsteht, die später Früchte trägt. Dieses Wunderwerk möchte ich mit Ihrem Kind genau untersuchen und es natürlich dafür begeistern. 

Gerne möchte ich in meiner Kindertagesstätte einen Schwerpunkt darauf legen und diese Faszination auch Ihrem Kind vermitteln. Ich möchte, dass Ihr Kind erlebt, wie aus einem Samen, den es in die Erde gelegt hat, eine wunderschöne Pflanze wächst, wenn er regelmäßig gegossen wird. 

Außerdem darf es erfahren, wie schön es ist, in der Erde zu buddeln und dabei die Erdbewohner kennenzulernen! Gärtnern ist das ideale Training für Verantwortungsbereitschaft: Das Kind merkt bald, dass die Blume ihr Köpfchen hängen lässt, weil der Mensch vergessen hat, für die Blume zu sorgen und ihr rechtzeitig Wasser zu geben. Gärtnern prägt die Beziehung zur Natur: Wer als Kind das Glück hatte, mit einem Garten aufzuwachsen, entwickelt oft eine ganz besondere, freundschaftliche Beziehung zur Natur. Dies fördert Staunen, Neugier und Respekt. Gärtnern ist ein Angebot für alle Sinne: Es ermöglicht den Menschen, die Natur mit allen Sinnen zu erfahren und ihre Umwelt besser kennenzulernen. Dabei bietet es die Möglichkeit, die Welt über Geruch, Berührung, Geschmack, Sehen und Hören zu erleben. Die Freude der Kinder ist unbeschreiblich, wenn sie den Ernteertrag sehen. Sie erkennen darin ihren Erfolg, was ihr Selbstvertrauen, ihre Motivation, ihre Selbstwirksamkeit und ihre Resilienz stärkt. 

Ich biete jedem Kind die Möglichkeit, sein eigenes Stückchen Erde zu besähen, zu gießen, den Ertrag zu bestaunen und zu genießen.

 

Exemplarischer Tagesablauf

07:00 bis 8:00 Uhr      Bringphase mit Freiem Spielen

08:05 bis 8:25 Uhr      Morgenkreis

08:30 bis 8:55 Uhr      gemeinsames Frühstück

08:55 bis 9:10 Uhr       gemeinsames Abräumen 

                                             Wickeln (und natürlich bei Bedarf)

09:10 bis 10:55 Uhr     Freies Spielen im Garten oder drinnen/ angeleitete Spielangebote/Spaziergang/^
                                             Kurzer Ausflug

10:55 bis 11:15 Uhr       Hände waschen/ Vorbereitung des Mittagessens/

                                            Freies Spielen

11:15 bis 11:45 Uhr        gemeinsames Mittagessen

11:45 bis 12:00 Uhr      gemeinsames Abräumen/Wickeln

12:00 bis 14:00 Uhr     Mittagsschlaf bzw. Ruhezeit

14:00 bis 15:00 Uhr     Freies Spielen / gesundes Naschen/ Abholzeit

Der Tagesablauf kann je nach Alter der Kinder variieren und dient als Orientierung für einen strukturierten Ablauf des Tages. 

Mittagsschlaf

Die Dauer des Mittagsschlafs variiert je nach Alter und individuellen Bedürfnissen des Kindes. Es ist wichtig, feste Ruhezeiten einzuhalten, auch wenn das Kind nicht schlafen möchte. Insgesamt fördert der Mittagsschlaf die Ausgeglichenheit, Aufnahme- und Leistungsfähigkeit Ihres Kindes.

Für den Mittagsschlaf stehen fünf gemütliche Kindermatratzen zur Verfügung und der Raum lässt sich problemlos abdunkeln. Um Ihren Kindern das Einschlafen zu erleichtern, erzähle ich ihnen gerne eine schöne Gute-Nacht-Geschichte oder singe ein Lied. Diese liebevollen Rituale tragen dazu bei, dass sich Ihre Kinder wohlfühlen und friedlich in den Schlaf gleiten können.

Während der Schlafenszeit sollten Sie Ihre Kinder nicht abgeholt werden, es sei denn, es liegt ein Notfall vor. Sollte Ihr Kind Schwierigkeiten haben, einzuschlafen, oder nicht einschlafen wollen, darf es sich ein Buch anschauen und dabei ausruhen.

Wichtig ist, dass sich Ihr Kind in einer ruhigen und sicheren Umgebung geborgen fühlt und die Möglichkeit erhält, sich zu erholen – auch wenn es nicht sofort einschlafen kann.

Eingewöhnung und Abschied

In meiner Betreuung findet eine partizipatorische Eingewöhnungsphase statt. Es handelt sich um ein bindungsorientiertes Eingewöhnungsmodell, das die Signale von Kindern und Sorgeberechtigten ernst nimmt und im Eingewöhnungsverlauf berücksichtigt.

Die Eingewöhnung läuft im Normalfall über einen Zeitraum von 4 Wochen vor dem eigentlichen Betreuungsbeginn. Da die Bindung zwischen Kind und Eltern besonders stark ist, erhält trotz festgesetztem Zeitraum, jedes Kind die Zeit, die es benötigt, um sich wohl und sicher zu fühlen und den Tag ohne Eltern bei mir zu verbringen. Zu Beginn begleiten Sie Ihr Kind und rücken nach und nach in den Hintergrund. Ihr Kind weiß aber um Ihre Anwesenheit. Der Aufenthalt Ihres Kindes dehnt sich zeitlich aus und die Phasen, in denen Ihr Kind auf Ihre Anwesenheit zurückgreifen kann, werden kürzer. Wenn daraus ein gutes Bindungsverhalten zu mir resultiert und Ihr Kind sich von mir trösten lässt, ist der Prozess erfolgreich abgeschlossen.

Vorab erkunden wir gemeinsam die Einrichtung. Anschließend besprechen wir Ihre individuellen Bedürfnisse des Kindes, wie beispielsweise Essgewohnheiten, Allergien, Schlafmuster und besondere Pflegeanforderungen.

Die Eingewöhnungszeit können Sie als Eltern aktiv unterstützen und gestalten, beachten Sie bitte dabei Folgendes:

- Alle Beteiligten werden aktiv in die Gestaltung der Eingewöhnungsphase einbezogen.

- Ein Elternteil (nach Möglichkeit nicht wechselnd) bringt sich zu Beginn aktiv ein und

    erkundet gemeinsam mit dem Kind die neue Umgebung.

- Geben Sie ihrem Kind einen vertrauten Gegenstand mit wie: einen Schnuller,

    ein Kuscheltier oder eine Trinkflasche, dies erleichtert dem Kind den Übergang. 

- Sie als Eltern sind während der Eingewöhnung stets der sichere Hafen für ihr Kind,

    was bedeutet, dass während der gesamten Eingewöhnung die Eltern jederzeit 

    erreichbar und bei Bedarf sofort vor Ort sein können.

- Ihr Kind bestimmt das Tempo.

- Versuchen Sie während der Eingewöhnungszeit alle weiteren Termine und

    Unternehmungen auf ein überschaubares Maß zu reduzieren.

Auch der Abschied aus meiner Kindertagespflegestelle ist für das Kind ein ähnlich entscheidendes Ereignis wie die Eingewöhnung und wird von mir rechtzeitig vorher immer wiederkehrend thematisiert, damit sich sowohl das Kind als auch die Gruppe darauf vorbereiten können. Auch die Eltern sollten das Thema Abschied zeitgleich zu Hause besprechen und planen.

Am letzten Betreuungstag feiere ich mit den Kindern zusammen ein kleines Abschiedsfest.

Finanzierung, Versicherung, Kooperation

Ich halte das Betreuungsverhältnis sowie alle wichtigen Absprachen vertraglich fest. Bevor wir einen Vertrag abschließen können, müssen Sie jedoch zunächst einen Antrag beim Fachbereich Kindertagespflege beim Jugendamt des Landkreises Karlsruhe stellen. 

Als vom Jugendamt zugelassene Kindertagespflegeperson arbeite ich mit dem Tageselternverein (TEV) Bruchsal eng zusammen. Die Hauptfinanzierung des Betreuungsplatzes erfolgt über die wirtschaftliche Jugendhilfe( WJH) des Jugendamtes und richtet sich gestaffelt nach Ihren Einkommensverhältnissen. Hierbei bietet eine mir zugewiesene Fachkraft aus dem TEV gerne Beratung und Unterstützung an.

Zusätzlich sind alle Kinder während meiner Betreuung unfallversichert.
 

                                                                                                           Zum Schluss

Nun haben Sie Einblick in mein pädagogisches Konzept gewonnen. Ich hoffe, ich konnte Ihnen meine Ideale darlegen.  Da Kinder sehr früh damit beginnen eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, ist es wichtig, flexibel zu bleiben und sich ihren individuellen Bedürfnissen anzupassen. Bei aller Förderung geht es am Ende vor allem um eines, dass sich Ihr Kind bei mir wohlfühlt, gerne Zeit bei mir und mit mir verbringt und möglichst ausgeglichen und gut gelaunt von Ihnen wieder in Empfang genommen werden kann. 

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